Traumapädagogik an der Evangelischen Schule Celle
Ein innovativer Ansatz für eine sichere Lernwelt
An der Evangelischen Schule Celle der Pestalozzi-Stiftung Burgwedel wird traumapädagogische Arbeit nicht nur theoretisch vermittelt, sondern im Schulalltag als zentrales Element eines innovativen pädagogischen Konzepts umgesetzt. Die Traumapädagogin Hanna Mehl hat maßgeblich dazu beigetragen, dass die Schule ihre Prinzipien der traumasensiblen Erziehung konsequent in den Unterricht integriert – mit dem Ziel, den Schüler*Innen, die mit emotionalen und sozialen Belastungen kämpfen, eine sichere Lernumgebung zu bieten.
Die Schule unterstützt Kinder mit dem sonderpädagogischen Förderschwerpunkt „Emotionale und Soziale Entwicklung“ (ESE), die oft durch traumatische Erlebnisse wie Verlust oder familiäre Brüche beeinträchtigt sind. Um diesen Kindern zu helfen, verfolgt das Team der Evangelischen Schule proaktive, traumasensible Ansätze: klare Strukturen, verlässliche Beziehungen und sichere Räume sind die Grundlage des pädagogischen Alltags. „Es geht darum, den Schüler*Innen Sicherheit und Vertrauen zu vermitteln, damit sie sich weiterentwickeln können“, erklärt Schulleiter Steffen Müller.
Hanna Mehl hat traumapädagogische Prinzipien mit bereits bestehenden Konzepten der Schule wie dem „Coolness-Training®“ und der „Konfrontativen Pädagogik“ verknüpft. Diese Kombination hilft den Kindern, ihre sozialen und emotionalen Fähigkeiten zu stärken und Konflikte besser zu bewältigen. Zudem wird das Kollegium durch regelmäßige Fortbildungen und Reflexionsrunden dabei unterstützt, mit den emotionalen Herausforderungen, die die Arbeit mit belasteten Kindern mit sich bringt, umzugehen.
Die traumapädagogische Arbeit zeigt bereits positive Ergebnisse: Die Kinder stabilisieren sich, entwickeln mehr Selbstvertrauen und verbessern ihre sozialen Kompetenzen. Doch die Arbeit bleibt herausfordernd – Traumapädagogik kann vergangene Traumata nicht einfach auslöschen, sondern bietet den Kindern Unterstützung, im „Jetzt“ zu leben und sich weiterzuentwickeln. In einer Zeit, in der immer mehr Kinder mit schwierigen Lebenshintergründen in Schulen kommen, zeigt die Evangelische Schule Celle, dass Bildung mehr sein kann als die Vermittlung von Wissen. Sie wird zu einem Ort der Stabilität und des Vertrauens, an dem Kinder die Chance haben, ihre Zukunft aktiv zu gestalten.